Erste Probebohrungen im KaTu
- Flash ist Pflicht!
KaTu - hinter diesem Kürzel verbirgt sich das eindrucksvolle Bauvorhaben im Markgräfler Land nördlich von Basel:
der 9 km lange Katzenbergtunnel auf der Strecke Karlsruhe - Basel.
Balfour Beatty Rail erhielt Ende 2008 den Auftrag für Planung und Bau der Hochgeschwindigkeitsfahrleitung in den beiden jeweils 9 km Tunnelröhren und den zuleitenden Strecken der Rheintalbahn von Karlsruhe nach Basel. Im Sommer 2009 wurde die Baustelleneinrichtung in Efringen-Kirchen eingerichtet - fast in Sichtweite zum Südportal der zwei 9 km langen Tunnelröhren. Nach Fertigstellung des Tunnelrohbaus konnten Anfang Dezember die ersten Probemessungen durchgeführt werden.
Balfour Beatty Rail setzt hier erstmals ein neues Verfahren zur Befestigung der Fahrleitungskomponenten im Tunnel ein. Die Auslegerkomponenten werden nicht über die sonst üblichen Ankerschienen an den Tunnelringen, den Tübbingen, befestigt, sondern direkt in die Tübbinge gebohrt. Dazu müssen verschiedenste Faktoren berücksichtigt werden: Zum einen müssen die optimalen Nachspannlängen berücksichtigt werden, aber gleichzeitig dürfen die Befestigungen nur innerhalb der ca. 80 mm breiten zulässigen Bohrgassen in den Tübbingen angebracht werden. Jeder Tübbingring besteht aus mehreren Segmenten - zusammengehalten mit dem Schlussstein.
Dieser Schlussstein kann an den verschiedensten Positionen sein und darf nicht angebohrt werden. Das alles zusammen stellte eine besondere Herausforderung an die Planung.
Ingrid Hörstermann, die die Planung des Tunnels verantwortet, überwachte deshalb auch die ersten Probemessungen zur Festlegung der einzelnen Bohrpunkte. Um die Bohrungen zu optimieren, wurden 9 verschiedene Bohrschablonen für die verschiedensten Oberleitungsbauteile, wie z.B. für einen Radspanner oder eine Hängesäule, entwickelt. Um in luftiger Höhe von ca 7 Meter sicher arbeiten zu können, werden im Tunnel erstmals neue Arbeitsbühnen eingesetzt. Auf den Tribünen kann das Material für eine Schicht eingebracht und dann verbaut werden. Durch die Brückenkonstruktion der Arbeitsgerüste ist der "Bauverkehr" im Tunnel nicht beeinträchtigt. Ein sehr wichtiger Aspekt in der Tunnellogistik. Die Bohrschablonen werden an den ermittelten Fixierpunkt angesetzt, mit Unterdruck dann angesaugt und der Monteur kann dann die Bohrungen in den festgelegten Abständen und Winkeln zügig vornehmen. Der Bohrstaub wird im gleichen Vorgang abgesaugt, damit keine unnötige Verschmutzung in den Tunnel eingebracht wird. Die Messpunkte werden noch im Dezember im Tunnel angebracht, mit den Bohrungen wird vorausichtlich im Januar 2010 nach der Weihnachtspause begonnen.
